• Die DinoPark DVD
Spurengrabung

DIE ENTDECKUNG 2004

Im Steinbruch Wesling, direkt neben dem Dinosaurier-Park,
wurden 2004 neue Dinosaurierspuren entdeckt .

Bereits nach wenigen Tagen Arbeit war klar, dass es sich
um exzellent erhaltene Spuren dreizehiger Pflanzenfresser
und Raubdinosaurier handelt.

Die außergewöhnlich gute Erhaltung erweckt den Eindruck,
dass die Saurier erst vor wenigen Minuten hier entlang
gelaufen sind.

Die detaillierte Dokumentation der Fossilfunde, inklusive
eines Lageplans, ist bei allen paläontologischen
Ausgrabungen sehr wichtig.

DIE GRABUNGEN 2005 - 2007

In den Jahren 2005 bis 2007 wurde an anderer Stelle
im Steinbruch eine weitere, riesige Fährtenfläche entdeckt,
freigelegt und wissenschaftlich untersucht.

Die Dino-Autobahn von Münchehagen

Insgesamt wurden ca. 1200 qm Fährten-Fläche freigelegt.

Darauf befanden sich 12 Fährtenzüge mit insgesamt mehr als
170 Dinosauriertrittsiegeln in guter Erhaltung.

Eine besonders bemerkenswerte Fährte stammte vom
Pflanzenfresser
Iguanodon.

Mit
57 Trittsiegeln in Folge ist diese wahrscheinlich auch heute
noch die längste, ununterbrochene Spurenfolge ihrer Art weltweit!

DIE GRABUNGEN 2009 - 2010

2009 ging es mit neuen Funden aus dem besterhaltenen Spurenhorizont weiter.

Die tonnenschweren Sandsteinblöcke über den Spuren konnten nur mit
Hilfe des Baggers bewegt werden.

Der feinere Gesteinsschutt wird mit Schaufel und Besen entfernt.

Die letzte dünne Sandsteinschicht, die den Spurenhorizont
bedeckt, wird mit Muskelkraft und mit Hilfe von Brechstangen
hochgehoben.

Schwerstarbeit, die Feingefühl erfordert.

Auf der Unterseite dieser Sandsteinplatten sind bereits
die natürlichen Ausfüllungen der Spuren zu erkennen.

In der Mitte dieser Platte ist ein sehr gut erhaltener Ausguss
eines kleinen Raubdinosaurier-Fußabdruckes zu sehen.

Hier wird gerade an einem Fußabdruck eines kleinen
Raubdinosauriers, möglicherweise von Neovenator, gearbeitet.

Die Erhaltung der Spuren ist immer noch atemberaubend.

Auch die erhabenen, naturlichen Ausfüllungen der Spuren
in der abdeckenden Sandsteinschicht liefern uns wichtige
Informationen zum Verhalten der Dinosaurier.

Diese Spur eines halbwüchsigen Pflanzen fressenden
Iguanodon (Laufrichtung nach links) hat die etwa
139 Millionen Jahre seit ihrer Entstehung nahezu
unverändert überstanden
.

Nur aus dem ursprüngliches Schlamm
ist im Laufe der Zeit ein fester Ton- bzw. Sandstein geworden.

Erstmalig wurden auch sehr gut erhaltene Spuren eines
mittelgroßen Raubdinosauriers, eines Verwandten von
Allosaurus, entdeckt (Laufrichtung nach unten).

Zur Bergung werden die Spurenzüge zunächst mit einer
großen Gesteinssäge
vom umliegenden Gestein getrennt.

Nach dem seitlichen Sägen werden die Platten mit den
Trittsiegeln vorsichtig mit Brechstangen vom Untergrund gelöst.

Eine 20 Meter lange Spur kann natürlich nicht in einem Stück
geborgen werden, sondern wird in (möglichst wenige) Einzelteile
zerlegt und auf Paletten transportiert.

Teilweise hatten die Paletten daher noch immer ein Gewichte
von mehreren hundert Kilogramm!

Alle geborgenen Spuren wurden vorsichtig in den
Dinosaurier-Park transportiert und in der Fährtenhalle
auf einem Sandbett im Originalzusammenhang
wieder ausgelegt.

In wochenlanger, mühsamer Puzzle-Arbeit wurden alle
Einzelteile wieder zur ursprünglichen Spur zusammengesetzt.

Die originalen Fußabdrücke des Raubdinosauriers
sind nun dauerhaft im Dinosaurier-Park zu bestaunen!

Einmal Grabungshelfer sein?

Mehr Informationen zu unserer Spurengrabung, ob und wann wir in nächster
Zeit weitergraben und wie man Grabungshelfer werden kann,
sind auf der Internetseite unseres Grabungsleiters Dr. Oliver Wings
zu finden: www.dinosaurhunter.org

Engagierte Helfer (wie z.B. Schüler der Oberstufe, Studenten und
interessierte ehrenamtliche Mitgräber) sind immer herzlich willkommen!